| Passau - Wien |
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Entlang der Donau von Passau nach Wien. Mit dem eigenen Fahrrad und guter Laune ein wunderschönes Erlebnis. |
| 16.07.2006 - 25.07.2006 |
Gesamtübersicht
Sonntag, 16. Juli 2006: Anreise nach Osterhofen
Montag, 17. Juli 2006: Etappe nach Obernzell
Dienstag, 18. Juli 2006: Etappe nach Steyregg (Linz)
Mittwoch, 19. Juli 2006: Etappe nach Grein
Donnerstag, 20. Juli 2006: Etappe nach Melk
Freitag, 21. Juli 2006: Etappe nach Langenlebarn (Tulln)
Samstag, 22. Juli 2006: Etappe nach Wien
Sonntag, 23. Juli 2006: Besichtigung von Wien
Montag, 24. Juli 2006: Bahnfahrt von Wien nach Linz, Besichtigung von Linz
Dienstag, 25. Juli 2006: Schifffahrt von Linz nach Passau, Bus nach Osterhofen
Sonntag, 16. Juli 2006: Anreise nach Osterhofen
Entfernung Steinheim – Osterhofen: 560 km
Übernachtung im Hotel „bayr. Löwe“
Für die Zeit der Fahrradtour wurde das Auto mit Anhänger auf dem Hotelparkplatz abgestellt. Die Parkgebühren betrugen 3 € je Tag.
Das Hotel verfügt über eine eigene Metzgerei. Wegen des Erntefestes waren das Restaurant und der Biergarten jedoch am Abend geschlossen. Das wiederholte Schlagen der lauten Kirchturmuhr störte die Nachtruhe. Das Frühstück war akzeptabel.
Montag, 17. Juli 2006: Etappe nach Obernzell
Von Osterhofen auf dem Donauradweg (rechtsläufig) um 09.15 Uhr Abfahrt nach Künzing, Pleinting und Vilshofen. Nach 25 km wurde hier um 11.30 Uhr im Eiscafé Roma (direkt im Zentrum, an der Kirche) pausiert.
Rechtsläufige Weiterfahrt bis nach Sandbach. Dann Wechsel der Flussseite via Autofähre (1,50 € je Person mit Fahrrad. Weiterfahrt über Schalding nach Maierhof. Über die Brücke nach Passau.
Ankunft um 14.00 Uhr. Bis hier betrug die Entfernung etwa 45 km.
Der Donauradweg führt an einem Fahrradgeschäft vorbei, das einen soliden Eindruck hinterlässt.
Um 15.00 Uhr Besichtigung des Domes und der Innenstadt.
15.30 Uhr Biergarten zum „Blauen Bock“. Die sanitären Anlagen sind hier unschön, die Preise relativ hoch.
Weiterfahrt über die Donaubrücke (linksläufig) am Industriegebiet (Zahnradfabrik) von Passau entlang. Der Straßenlärm ist störend. In Obernzell lagen die Gasthöfe vorwiegend an der belebten Hauptstraße. Die sehr nette Vermieterin der Pension „Zur Brücke“ empfahl die Donaupension „Kohlbachmühle“. Daherwurde das Quartier im drei Kilometer entfernten Gasthof „Kohlbachmühle“ aufgeschlagen. Ankunft um 17.00 Uhr. Gesamtstrecke des 1. Tages: etwa 75 km.
Das Essen im Restaurant und der Biergarten direkt an der Donau waren hervorragend. Die Zimmer und das Frühstück waren in Ordnung.
Dienstag, 18. Juli 2006: Etappe nach Steyregg (Linz)
Um 09.22 Uhr startete die nächste Etappe. Sie führte linksläufig direkt an der Donau entlang, zunächst auf deutschem, dann auf österreichischem Staatsgebiet. (Grenzübergang: ein kleines unauffälliges Hinweisschild). Schönes Panorama, zum Teil schattige Wege und Hinweise auf Unterkünfte direkt am Donauradweg.
Mit der zweiten Fähre – sie ist eigentümlicher und preiswerter als die in Schlögen – wurde für
1,50 € je Person in Au die Donauseite gewechselt. Der schöne rechtsläufige Donauradweg bot viel Schatten, führte aber an der menschlichen Zivilisation vorbei. Außer einem kleinen Biergarten in Kobling, gab es keine Erfrischungsmöglichkeiten bis nach Aschach. Hier trafen wir nach 47 km um 13.00 Uhr ein. Direkt an der Donau-Promenade ist im Eiscafé „Roma“ der Schlankschlemmerbecher sehr empfehlenswert. Weiterfahrt um 14.30 Uhr.
Über die Aschachbrücke wurde die Radtour linksläufig über Feldkirchen und Ottensheim fortgesetzt. Hier gab es mehrere Hinweise auf Unterkünfte. Ab Puchenau führte der Fahrradweg an sehr stark befahrenen Hauptstraßen – sehr unangenehm! – entlang nach Linz. Hier fand man am Donauradweg keine ansprechenden Unterkünfte. Der Weg führte linksläufig am Industriegebiet von Linz vorbei und war sehr stark befahren. Erst hinter Linz finden sich akzeptable Unterkunftsmöglichkeiten.
Nach gut 90 km Fahrt Übernachtung in Steyregg im Gästehaus „Würzburger“ (Fahrrad-Motel mit kleinem Bad, Fahrrad-Abstellung im Innenhof direkt vor dem Zimmer. Im Innenhof gab es einige Bänke. Das Frühstück im Haupthaus war spartanisch. Hinweis: Andere Fahrradfahrer empfahlen eine Übernachtung in Abwinden. Da der linksläufige Weg um Linz herum sehr laut und unangenehm ist, empfiehlt sich eine rechtsläufige Weiterfahrt auf Fahrradwegen direkt in Linz. In Linz finden sich auch akzeptable Unterkunftsmöglichkeiten.
Mittwoch, 19. Juli 2006: Etappe nach Grein
Abfahrt um 09.10 Uhr zunächst linksläufig bis zum Donaukraftwerk Abwinden. Hier Überquerung der Donau und Weiterfahrt nach Süden zum Kloster St. Florian in Asten. Das Kloster und die große Klosterkirche sind einen Abstecher wert, auch wenn die Fahrt (etwa 20 km) mit einigen kleineren Anstiegen verbunden ist. Für eine intensive Besichtigung sollte man sich Zeit nehmen. Die Weiterfahrt erfolgt über den Fahrradweg von Asten nach Enns. Hier direkt ins Zentrum an der Kirche entlang zunächst in südliche Richtung, an der Hauptstraße links Richtung Ennsdorf. Direkt hinter den Ennsbrücke links ab in Richtung Donau. Fortsetzung des rechtsläufigen Donauradweges über die Wälder von Au. Der Weg führte durch eine schöne Landschaft und bot immer wieder Schatten. Um 14.11 Uhr Eintreffen in Wallsee. Der Weg zum hochgelegenen Dorfplatz führte einige hundert Meter steil bergan. Pause im freundlichen Gasthof Grünling. Weiter ging es in einer rasenden Abfahrt um 15.15 Uhr durch Felder und Wiesen ( etwa 1 km von der Donau entfernt). Hinter Adagger Markt, kurz vor Grein, wurde die Seite über die Donaubrücke gewechselt. In Grein ging es in nordöstliche Richtung nach Mayrhofer, wo ursprünglich bei Frau Moser Quartier bezogen werden sollte. Da dort belegt war, wurde bei Frau Eder übernachtet.
Gesamtstrecke: etwa 75 km. Bei „Eders“ ging es sehr familiär zu. Im schattigen Garten schmeckten Bier, Radler und Obstler hervorragend. Herr Eder fuhr seine Gäste sogar mit seinem PKW runter nach Grein. Am nächsten Morgen gab es, allerdings bei tatkräftiger Selbsthilfe, ein kräftiges Frühstück mit Rührei und Schinken. Die Zimmer bei Familie Eder waren sehr schön und komfortabel, die Bäder neu.
Kosten: DZ mit Bad 18 € pro Person.
Donnerstag, 20. Juli 2006: Etappe nach Melk
Um 09.00 Uhr ging es mit der Personenfähre auf die rechte Donauseite.Auf dem schönen und schattenspendenden Donauradweg ging es dann die 22 km nach Ybbs.
Hier trafen wir um 11.00 Uhr ein und machten eine Pause. Nach der Pause ging es um 11.25 Uhr rechtsläufig weiter nach Pöchlarn zur nächsten Pause. Dort setzten wir uns um 12.30 Uhr in die erste Eisdiele. Aufbruch um 13.05 Uhr und Weiterfahrt (rechtsläufig) nach Melk. Dort trafen wir um 14.00 Uhr ein. Das im Touristenbüro ausgegebene Gastgeberverzeichnis vermittelte die Unterkunft im Gästehaus „Vogt“ (2 km östlich von Melk, in Pielach 7). Die Unterkunft war in Ordnung, das Frühstück spartanisch und die Dame des Hauses neugierig.
Das Abendessen im Restaurant „Brauhof“ (am westlichen Stadtrand) war gut und preiswert. Der Biergarten sehr schön und schattig. Die Stadt bietet einige historische Sehenswürdigkeiten, in erster Linie das große Benediktinerkloster.
Freitag, 21. Juli 2006: Etappe nach Langenlebarn (Tulln)
Am nächsten Morgen ging es um 09.00 Uhr zunächst an der Pielach entlang zum Donauradweg und dann rechtsläufig weiter nach Mautern. Der Donauradweg war sehr schön und bot immer wieder Schatten. In Mautern wurde um 11.15 Uhr, nach 35 km, eine Rast im „Haus zum schwarzen Adler“ gemacht. Um 12.00 Uhr ging es über die Brücke nach Krems. Um 12.25 Uhr wurde in der Altstadt (Fußgängerzone) im Restaurant „Nordsee“ Mittagspause gemacht. In Krems wurde das Marillenfest gefeiert. Um 12.50 ging es dann linksläufig zunächst über ein altes Teilstück (Schotterweg, 1 km Abstand von der Donau) des Donauradweges weiter, das aber durchaus zum Teil Schatten bot. Mit Erreichen des Donauufers begann ein gut ausgebauter neuer Radweg, der jedoch keinen Schatten bot.
Am Donaukraftwerk Altenwörth wurde auf die rechte Seite gewechselt. Die Hoffnung auf eine passende Unterkunft direkt am Radweg erfüllte sich jedoch zunächst nicht. In Langenschönbichl wurde um 15.15 Uhr eine Pause eingelegt. Auch hier fanden sich keine ansprechenden Unterkünfte, so dass die Fahrt noch über Tulln hinausführte. Erst in Langenlebarn fanden wir im Donauhotel eine angenehme Unterkunft direkt an der Donau. Gesamtstrecke: ca. 80 km. Das Abendessen im Biergarten „Floh“, direkt an der Donau, war sehr gut, die Marillenknödel exzellent. Der Essen des Biergartens stammte aus dem Sternerestaurant auf der gegenüberliegenden Straßenseite (direkt an der Hauptstraße).
Das Frühstück im Donauhotel war reichhaltig und gut.
Das Donauhotel nennt einen schönen Biergarten an der Donau sein eigen. Es war jedoch am heutigen Ruhetag geschlossen.
Samstag, 22. Juli 2006: Etappe nach Wien
Nach dem Frühstück ging es um 09.30 Uhr rechtsläufig weiter in Richtung Wien.
Nach etwa 20 km erreichten wir um 11.50 Uhr Klosterneuburg.
Der Weg zum Kloster führte abschließend bergan.
Die Führung durch die Kirche und das Kloster waren sehr interessant und führten in die Kaiserzeit Wiens und dauerte etwa eine Stunde. Kosten: 7 € pro Person. Um 12.00 Uhr ging es rechtsläufig an der Donau weiter nach Wien.
Mit Erreichen des Stadtrandes (Nußdorf) bogen wir ab in südliche Richtung und fuhren über die Heiligenstädter-Str. und den Währinger Gürtel zum Westbahnhof. Direkt hinter dem Westbahnhof ging es nach rechts in den oberen Teil der Mariahilfer-Str. zum „Tourotel“ (ca. 1 km, rechts). Die sehr großen Zimmer, zum Teil fast Suiten, waren ruhig gelegen.
Gegessen wurde im Wienerwald, das im Binnenhof des Hotels angesiedelt war.
Das Frühstück war reichhaltig und gut.
Der ausgehandelte Sonderpreis belief sich auf 39 € pro Person und Übernachtung.
Am Samstag ging es mit Straßenbahnen und U-Bahnen durch Wien zum Stephansplatz.
Das Abendessen wurde im Ortsteil Grinzing in einem der großen und vielbesuchten „Heurigen“-Restaurant eingenommen.
Sonntag, 23. Juli 2006: Besichtigung von Wien
Auf dem Besuchsprogramm standen der
- Prater
- Hundertwasserhaus, Kunsthaus
- Stephansdom und Innenstadt
- Eisessen in den Eisdielen am Schwedenplatz und Rotenturmweg
- Historische Altstadt (Opernhaus, Burggarten, alte und neue Hofburg, Parlament, Burgtheater, Rathaus, Universität)
- Abendessen im kleinen ungarischen Restaurant „Ilona-Stüberl“ in einer Seitengasse der Fußgängerzone
- Fiakerfahrt vom Stephansplatz durch das Zentrum der Stadt (Dauer: 40 Minuten; Kosten: 65 € je Fiaker)
- Café Sacher
- Filmfestival am Rathausplatz
Montag, 24. Juli 2006: Bahnfahrt von Wien nach Linz, Besichtigung von Linz
Abfahrt des Zuges um 10.09 Uhr vom Westbahnhof. In Amstetten und St. Valentina musste umgestiegen werden. Ankunft in Linz um 13.08 Uhr. Übernachtung in Linz im Gasthaus „Goldenes Dachl“ in der Hafnerstr. (Nähe Innenstadt).
Die Zimmer waren in Ordnung, das Frühstück gerade akzeptabel.
Besichtigung des Stadtzentrums und der Fußgängerzone.
Am späten Nachmittag Fahrt mit dem Rad über die Donaubrücke in den Statdtteil Urfahr und von dort mit der alten Zahnradbahn auf den Pöstlingberg (539 m)
Die Aussicht vom Pöstlingberg auf Linz ist fantastisch. Das Abendessen im Restaurant an der Kirche war gut.
Dienstag, 25. Juli 2006: Schifffahrt von Linz nach Passau, Bus nach Osterhofen
Mit dem Donauschiff „Anton Bruckner“ ging es um 09.45 Uhr stromaufwärts über diverse Schleusen mit Halt in Aschach (11.42 Uhr), Untermühl (12.42 Uhr), Obermühl (13.20 Uhr) nach Schlögen (13.50 Uhr). In Schlögen erfolgte der Umstieg auf die „Passau“, die nach Anlegen in Engelhartszell (15.25 Uhr), Kasten (16.17 Uhr) und Obernzell (16.25 Uhr) um 17.20 Uhr in Passau anlegte.
Der Landbus (Bus-Station 9 am Bahnhof Passau) nach Osterhofen nahm uns um 17.30 Uhr mitsamt Fahrrädern im Gepäckfach für 5,80 € je Person mit nach Osterhofen. Ankunft um etwa 18.30 Uhr.
Hinweise:
Sehr zu empfehlen sind die Donau-Radweg-Karten vom PUBLICPRESS, Mühlenstr. 11, 59590 Geseke, Tel.: 02942/5584, Fax: 02942 / 7382,
E-Mail: publicpress@t-online.de Internet: www.publicpress.de
Der Donauradweg von Passau nach Wien ist ein gut zu befahrener, gut ausgebauter Radweg (zum großen Teil mit neuem Teerbelag). Der Radweg selbst enthält fast gar keine Steigungen und ist auch für Anfänger leicht befahrbar.
Hinweis für die Zeit-Einteilung auf den Fahrradetappen:
Es ist sinnvoll, früh zu starten, am Vormittag zügig zu fahren und mit wenigen, kurzen Pausen gegen Mittag das Ziel zu erreichen, damit Zeit für die Regeneration und für Besichtigungen verbleibt. |
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